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Black Ticket Main Event ist vorbei

Alea iacta est! - Die Würfel sind gefallen!

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Das Black Ticket Main Event ist vorbei und es war ein voller Erfolg. Zwar kamen nur wenige Spieler zu den Last Minute Qualitischen aber das lag wohl daran, dass viele unserer Stammspieler sowieso schon für das Event qualifiziert waren. Einziger Kritikpunkt, der uns entgegengebracht wurde, war ein Vorschlag von Heinz, beim nächsten Mal wieder Pokale für die Main Events anzuschaffen. Ok, werden wir machen. Aber dieses Mal hatten wir leider keine Pokale, aber sehr wohl einen würdigen Sieger: Tobias Kasche

Der Fußballfan krönte das Derbywochenende mit dem Sieg im Main Event. Nach einer chiptechnischen Berg- und Talfahrt hatte er im Heads-Up das bessere Ende für sich. Aber auch die anderen Preisträger können stolz auf das Erreichte sein. André Krause z.B. hat mal wieder seine ganze Klasse gezeigt und sich vom Small Stack durch ein wenig glückliches aber vor allem geschicktes Spiel aufs Treppchen gespielt.

Den Gewinnern HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH!

 

 

Pokerstars - Feeling

Es ist so ein bisschen wie im Profipoker: Die bekannten alten Spieler kommen weit und auch in die Preise aber abräumen ist Aufgabe eines neuen Gesichts, einem Spieler, den niemand auf seinem Zettel hatte. Aber bevor es soweit ist, wird kamerawirksam erst einmal eingefangen, welche besonderen Hände gespielt wurden. Hätten wir am letzten Donnerstag eine Kameraübertragung gehabt, einige Hände würden bestimmt noch ihren Weg in die Best-Of Sendungen finden: Erfolgreiche Glücksritter, mehrere One-Outer-auf-dem-River-Treffer Schützen und einer, dem hinterher alles egal war, denn er hatte sein neues Notebook, das er sich sonst ein paar Tage später gekauft hätte: S. Enseleit - Glückwunsch!

Dieser Donnerstag war nicht der Tag der aggressiven Glücksritter, so mussten Michael Lipp und Kadir Güngör schon früh aufstehen, nachdem sie vergeblich alle ihre Chips in die Mitte geschoben hatten. Auch "Bowling" Chris Eisenmenger war früh zuhause, schließlich muss er auch früh aufstehen, dann trifft sich das gut ;-)

Die bekannten soliden Spieler wie Susi Müller, "Aggro" Christian Gerber und Marcel "The Bubble" Bartke konnten diese Woche ebenfalls nichts gewinnen, genauso wie Thomas "180" Heisterkamp, Daniel Schurig und Mario Schön. Wolfgang, "das bissige Zebra" Plass spielte wie immer konsequent und kompromisslos, leider aber nicht besonders erfolgreich. Auch erfolgsverwöhnte Spieler wie Reiner Eltze und Nikolas Jahnke konnten beim letzten Turnier nicht glänzen.

In Familienduell Nummer 1 konnte sich diesmal wieder Anna Fudala klar gegen Sebastian von der Weydt durchsetzen, hatte aber viel Pech, nachdem sie sich gerade am Final Table ihren Stack wieder mühsam aufgestockt hatte. Ein richtiges All-In mit guten Karten und trotzdem war dann am 5. Platz das Turnier vorbei. Schade!

Das zweite Familienduell ging knapp An Patrick Angenendt, der seine Freundin Jenny Buchholz nur um einen Platz überflügeln konnte. Leider reichte es bei beiden zwar zum Final Table, nicht aber zu den gesponserten Preisen.

So richtig das müffelig braune Popo Kärtchen hielt Heinz Scheda, der Sieger des dritten Familienduells zum Abschied in die Luft. Zwar hatte er Susi Müller familienintern klar besiegt, musste aber um Haaresbreite vor den Preisen aufstehen. Konsequent wie immer, diesmal aber endlich einmal erfolgreicher, spielte Heinz "sein Ding" und stockte seinen Chipstapel immer wieder etwas auf und erreichte in aussichtsreicher Position den Final Table. Alles sah nach einem Wiedersehen mit Heinz auf dem Treppchen aus, da bekam er mal wieder eine scheinbar gute Hand und war nicht nur bereit, diese zu spielen, sondern auch alle seine Chips auf diese Hand zu setzen. Zu zweit waren sie noch im Spiel und alles sprach für Heinz: Die Wahrscheinlichkeiten zu treffen, die Karten an sich, sogar das Board. Vor dem River gab es noch ein paar Outs auf einen Split Pot, was ärgerlich genug gewesen wäre. Ein einziges Out blieb aber auch noch, um Heinz auf dem River aus dem Turnier zu stoßen und genau das zeigte sich auf dem River. Mr. "Dead on the River" war aus dem Turnier - wie schon so oft mit dem korrekten Spiel, den besseren Karten, der haushohen Führung nach dem Turn und einer einzigen allerletzten Karte, die alles noch zu zerstören vermag. Er ärgerte sich natürlich und war für ein paar Minuten schwer ansprechbar - ich persönlich hätte aus dem Biergarten eine Achterbahn gemacht ;-)

Spätestens aber nach diesem Turnier, wo auch Frank "Es gibt nur eine Borussia" Glückstein und M. Thomas kurz vor Schluss aufstehen mussten, wird der Druck auf das Knippi-Poker-Team groß: Eine Rangliste muss her, damit die wahren guten Jungs auch mal zu Ehren kommen. Denn endlich war es mal wieder so weit: Zwei echte Pokerkönner trafen sich auf dem Treppchen wieder: Sebastian Schaefer und der ständig gut platzierte Achim Markwitz. Gerade vom Letzteren wird sicherlich in den nächsten Wochen noch einiges in Sachen Preisen und Rangliste zu hören sein.

Seat open

 

Doping A-Probe positiv - B-Probe entlastet Gewinner

Frank "Es gibt nur eine Borussia" Glückstein heißt der Sieger des Turniers vom 29.04.2010! Allerdings spielte dieser noch unter den Eindrücken seines Geburtstagsgeschenks - der VIP Karte und dem letzwöchigen Besuch des Borussia-Parks mit dem tollen Spiel Mönchengladbachs gegen Bayern München. Ganz klar, der Mann war noch gedopt! Die B-Probe der "Nr. eins am Niederrhein" entlastete ihn allerdings, denn die 1:6 Klatsche in Hannover hatte mit Fußball nun rein gar nichts mehr zu tun. Gut, dass wir Poker spielen und nicht Fußball.

Wobei das spannnende Spiel des Hamburger SV in Fulham, das parallel über die große Leinwand mit übertragen wurde, hat bestimmt einigen Favoriten die notwendige Konzentration gekostet, anders sind manche Entscheidungen am Pokertisch wohl kaum zu erklären. Mensch Kadir, immer aufs Glück verlassen und viel zu hohe Beträge auf einen Inside-Straight Draw zu callen, kann einfach auf Dauer nicht klappen.

Das richtige "Popokärtchen" zog Benjamin Afonso Gil, er kam zum Finale und war zehn Minuten später schon wieder weg. War halt dumm gelaufen, er geht korrekterweise mit einem hohen Paar all-in und wird - tja - von einem noch höherem gecallt. Nichts passiert auf dem Board und raus war er. Hoffen wir darauf, dass es beim nächsten Turnier besser für ihn läuft. Auch Wolfgang Plass spielte seinen gewohnt aggressiv-konsequenten Stil und musste sich auch früh geschlagen geben.

Allgemein war es fast wie immer: Viele der üblichen Verdächtigen kamen weit, scheiterten aber mehr oder weniger kurz vor dem Finaltisch. Bestes Beispiel hierfür ist Marcel Bartke, der selbst schon lachen musste, als er mal wieder kurz bevor es spannend wurde gehen musste. Aber auch für das Ehepaar Eichholz, Anna Fudala und Sebastian von der Weydt, Sandro Cicu, Alexander Pokorny, Janine Schön und Olaf Reich gab es nichts zu holen.

Allerdings gab es einen Aufreger, der Olaf Reich ein bisschen übel aufstieß. Ein Missverständnis und ein Fehler eines unserer Dealer, der ein irreguläres Raise akzeptiert hatte, nahm ihm eine Anzahl seiner Chips. Leider hatte Olaf nicht auf die Klärung durch den Floorman bestanden und ist stattdessen vom Tisch aufgestanden. So konnte die Situation leider nachträglich nicht mehr bereinigt werden. Darum noch einmal die Bitte an alle, die Unstimmigkeiten am Tisch beobachten: Ruft den Floorman, der entscheidet die Situation im Sinne der Hausregel. Und bitte habt Verständnis auch für das Personal, das wirklich sein Bestes gibt: Niemand ist vollkommen und Fehler passieren! Die Situation mit Olaf haben wir dann sowohl mit ihm als auch mit dem Personal geklärt und alle Dealer für die Zukunft gebrieft, dass wenigstens eine solche Situation so in Zukunft korrekt geregelt wird. Für die entstandenen Unannehmlichkeiten möchten wir uns auch hier öffentlich noch einmal bei Olaf entschuldigen und ihm über diesen Weg ein Freeroll-Ticket für das nächste Qualiturnier zuschicken.

Aber zurück zum Wesentlichen: Der Finaltisch hatte es diesmal in sich und das Heads-Up ging mehrfach hin und her. Thomas Heisterkamp, Daniel Schurig, Reiner Eltze, Stefan Schacht, D. Schipke, André Krause und Nikolas Jahnke mussten leider die Trostpreise in Empfang nehmen und die Sachpreise den drei Siegern überlassen:

Der dritte Preis ging an Michael "Lucky" Lipp, dessen kompromisslose oft chaotische Spielweise zwar oft belächelt aber auch gefürchtet wird - offensichtlich zurecht, denn er hat schon mehrfach abgeräumt.

Zweiter wurde nach spannendem Heads-Up P. Amico, der zum ersten Mal ein Turnier bei Knippi spielte und natürlich sehr zufrieden war.

Sieger und neuer Besitzer eines chicken Notebooks wurde Frank "Es gibt nur eine Borussia" Glückstein, der offensichtlich genau die richtige Mischung aus tight und aggressive spielen kann, denn auch er ist nicht das erste Mal in den Preisen.

Es bleibt abzuwarten, wie es in der nächsten Woche aussieht. Wir hoffen auf viele Mitspieler, denn auch diesmal ist der Preispool ungeachtet der letzmaligen niedrigen Teilnehmerzahl wieder ein bisschen angehoben worden. Viel Spaß und schreibt doch gern auch einmal einen Kommentar.

Seat open

 

 

Kleines Turnier mit alten Gesichtern

Das Turnier vom 22.04.2010 war eines der kleinsten bei Knippipoker überhaupt. Nur 25 Teilnehmer setzten sich an drei Tische und spielten in gewohnter Manier das Deepstack mit 10.000 Chips und angenehmen Blindstufen. Vielleicht lag es am guten Wetter, vielleicht am nahenden Ende des Monats - wir wissen es nicht. Verrückt, dass einerseits so viele Stammteilnehmer fehlten, andererseits aber eine Menge "alter" Gesichter wieder dabei waren. So gaben sich neben Peter Eickelpasch auch Dirk Stegmanns und Sandy Gehnings wieder einmal die Ehre. Letztere ist kein unbeschriebenes Blatt in der deutschen Pokerszene: Sie erreichte bei der Full Tilt (c) 1 Million Euro Challenge den Finaltisch, an dem sie ohne eigenen Fehler mit sehr viel Pech als erste ausschied. So blieben ihr seinerzeit nur der kurze Auftritt im TV, eine Reise nach München und ein Trostpflaster in Höhe von 5.000 Euro. Bei Knippipoker ging sie allerdings short-stacked mit ihrer und Katja Thaters Lieblingshand (7-9) all in und kurze Zeit später Richtung Bahnhof.

Kadir Güngör musste ein wenig selbst lachen, so spekulativ und glücklich spielte er. Fassungslosigkeit bei Joachim Klinksiek als Kadir auf dem River seinen Inside-Straight-Draw traf und ihn so aus dem Turnier nahm. Aber so ein Glück hat man nicht immer, so wurde "Riverstar" Kadir auch sehr bald von den Gesetzen der Wahrscheinlichkeit eingeholt und durfte folgerichtig das Turnier verlassen.

Die üblichen Verdächtigen spielten "unter ferner liefen". Susi Müller verabschiedete sich genauso wie Heinz Scheda - aus dem Turnier, vor allem aber in den Urlaub. Viel Spaß in der Türkei, ihr zwei!

Aber auch Achim Markwitz konnte nichts reißen an diesem Tag, genauso wie Sebastian van der Weydt und "König" Michael Lipp. Der war sogar der erste, der aufstehen musste.

Ein bisschen leid konnten einem die beiden letzten im Turnier verbliebenen Frauen tun - in aussichtsreichen Positionen musste Anna Fudala sich genauso geschlagen geben wie "Bubble Girl" Janine Schön. Schade, beim nächsten Mal wollen wir Euch in den Preisen sehen.

Marcel Bartke, Reiner Eltze und Stefan Schacht schafften es mal wieder an den Finaltisch, konnten aber heute die Sachpreise nicht erreichen.

Völlig verdient sackten sich die Preise nämlich Nikolas Jahnke als Dritter, Thomas "180" Heisterkamp als Zweiter und Dirk Heuser als Erster ein. Normalerweise dauert so ein Finaltisch noch eine Weile, je näher man den Preisen kommt. Gestern durfte man kaum blinzeln und schon war das Turnier zuende. Man darf gespannt sein, ob es nächste Woche wieder voll wird. Der Sponsor hatte nämlich extra für einen größeren Preispool gesorgt. Neben dem FullHD Fernseher gab es noch eine FullHD Videocam und einen Auto DVD Spieler mit zwei Bildschirmen.

Seat open

 

 

Seltene Blätter bei Knippi's Kuschelpoker

Das war wieder ein klasse Turnier am 15.04.2010. Da die neuen Tische noch immer nicht geliefert wurden (erwarteter Termin erste Maiwoche), musste das Turnier wieder an den vier vorhandenen Tischen gestartet werden. Ein bisschen eng war es am Anfang mit 11 Spielern am Tisch - schell war der Begriff des Kuschelpokers geboren. Sei es drum, das Turnier hatte einige Besonderheiten zu bieten: Emotion, Irrtum, seltene Hände und "Lucky Christian" ganz oben auf dem Leaderboard.

Nichts zu holen gab es diesmal für einen Teil der knippischen Pokerprominenz: Sowohl Reiner Eltze, Thomas Heisterkamp Martins Mezavilks, Pierre Sibione, Dieter Eichholz und auch Cem Gürsoy waren beinahe zur Sesamstraße zuhause. Auch wenn der Final Table auch den einen oder anderen bekannten Namen aufzuweisen hatte, war dieser Abend nichts für die üblichen Verdächtigen. Regina und Rolf Winkel, Heinz Scheda, Marcel Bartke, Michael Lipp und Kadir Güngör - alle früh raus.

Interessant wurde es, als Martina Kalipke sehr früh aufstand und das Board beobachtete, während alle ihre Chips in der Mitte lagen. Ein Wechselbad ihrer Gefühle, denn erst freute sie sich mit lautem "Yeah Yeah!", bis dann die Riverkarte auch lag und sie plötzlich feststellen musste, dass die gebastelte Straße ihres Gegners mit mehr Chips ihre Two Pair schlägt. Dumm gelaufen und raus war sie. Ärgerlich.

Sandra Busch spielte unmittelbar vor der Pause ihre Hand an - nach langem Überlegen foldete Dominik Gruben aber beide wollten wissen, was denn gekommen wäre. Was wäre es für Sandra geworden? Ein Royal Flush - nice Laydown, Dominik.

Aber die eher seltenen Hände sollten noch weitergehen: Kadir Güngör spielte eine Hand und bekam einen Straight Flush. Leider half der ihm nicht allzuviel, denn der Final Table blieb anderen vorbehalten.

Susi Müller saß zum Beispiel dort, musste aber leider als erste der letzten Zehn aufstehen - nächstes Mal, Susi! Nicht viel besser lief es für Wolfgang Plass (der mit dem Zebrahandy), der mit seinem aggressiven Spiel seinen Meister fand und das Turnier als Neunter abschloss. André Krause hatte erst beim letzten Turnier abgeräumt, so war er nicht zu enttäuscht über seinen siebten Platz.

Die Riege der Frauen wurde dann auch sehr schnell auf eine einzelne Dame reduziert. Gehen mussten kurz vor dem Erreichen der Sachpreise: Barbara Earp als gute Sechste, Sandra Busch als Fünfte. Richtig ärgerlich war es für Bubble Boy Patrick Angenendt, denn er wurde Vierter.

Vanessa Engin ist in Pokerkreisen keine Unbekannte, war aber das erste Mal bei Knippipoker. Beim ersten Turnierstart war sie sofort Dritte und räumte die wirklich super Digicam ab. Ihr Mann Metin, der auch mitspielte, konnte so nur neidisch aber gönnend stolz auf Vanessa sein - er wurde trotz seiner großen Pokererfahrung nur 26.

Zweiter wurde Frank "Es gibt nur eine Borussia" Glückstein, der zwar ein bisschen enttäuscht, das Heads Up verloren zu haben, zum Schluss aber dann doch zufrieden seine neue FullHD Videocam entgegen nahm.

Gewonnen hat "Lucky" Christian Gerber, der fast das komplette Turnier mit einer großen Chipreserve von oben herunter spielen konnte und ein paar grenzwertige Hände dabei hatte - manchmal wenn es läuft, läuft es einfach.

Das Turnier war übrigens eines der schnellsten Turniere, die wir seit der Gründung von Knippipoker gespielt hatten. So waren alle früh zuhause und Christian Gerber hatte noch Zeit, den neuen Fernseher ins Badezimmer (!!) zu stellen.

Seat open

 

Feuer und Eis - Tight souverän vs. aggressiver Glücksmoment

Irgendwie macht es Spaß über die Pokerturniere in Knippi's Bowling Palace zu schreiben. Es gibt doch immer wieder etwas zu berichten und die Abende schicken sich langsam an, echte Wochenhighlights zu werden. Diesmal startete das Deepstack Turnier fast pünktlich. Wo es doch in den letzten Wochen eher beschaulich am Anfang zuging, schienen die Teilnehmer diese Woche schon fast nervös wie Rennpferde in ihren Boxen kurz vor dem Start zu sein. Denn obwohl wir hier von einem Deepstack Turnier sprechen, waren die ersten zwei schon nach ein paar Minuten all-in und raus aus dem Turnier. Das alles ging so schnell und Frank Henscheid, als "erster Seat Open" war mit seiner Frau so schnell verschwunden, dass wir wohl erst nächste Woche aus erster Hand erfahren werden, wie es dazu kam. Dabei sollte doch gerade er so frisch aus dem Urlaub zurückgekehrt, eigentlich die Ruhe selbst sein.

Tobias Gruber lächelte nur kopfschüttelnd, denn sein Name wurde auch nur Sekunden nach dem ersten vom Leaderboard gestrichen. Auch Dieter Eichholz, immerhin Platz 3 vom letzten Turnier, musste schnell die Segel streichen. Wenigstens musste seine Frau Christel nicht wieder so lange auf ihn warten, sie spielte nämlich noch ein Weilchen am "Ladies Table" mit. "Ladies Table"? Ja, die Auslosung wollte es, dass alle teilnehmenden Damen mit Ausnahme von Susi Müller an einem Tisch zusammen spielen sollten, da war der Name schnell gefunden. Susi hätte wohl da auch besser Platz genommen, denn allzu lange hielte ihr Chipsvorrat am anderen Tisch nicht vor. Immerhin ist ihr Mann Heinz einen Platz vorher als 21. ausgeschieden, so dass wieder einmal ein familieninternes Duell zugunsten der Frau entschieden wurde.

Michael Lipp, Marcel Bartke und auch Sandra Busch, die heute endlich mal wieder im Knippi's spielen konnte, hatten auch nicht viel zu lachen - der Final Table wurde von den Rängen aus beobachtet. Bei Cem Gürsoy und Carlo Sibione war es knapper aber auch die beiden schafften es nicht an den letzten Tisch. Anders übrigens als Kadir Güngör, der letzte Woche noch so unglücklich auf der "Bubble" ausgeschieden war...

Mike Schlegel ist sicherlich in der Oberhausener Pokerszene kein unbekannter Mann - kaum jemand beschäftigt sich wohl mehr mit der Praxis dieses schönen Strategiespiels als er. Aber irgendwie gibt es auch für einen solch ausgefuchsten Spieler Situationen, die man so noch nicht gesehen hatte. Und so auch hier. Der soeben erwähnte Kadir Güngör saß bei Mike am Tisch und es lief einfach nicht so. Ein bisschen Genie, eine große Portion Mut und auch ein bisschen Wahnsinn haben sich wohl getroffen, als Kadir mit König-Sieben offsuit alle seine Chips megaaggessiv in die Mitte schob. Naja, Mike hielt die Asse und die Entscheidung, call oder fold als einziger Gegner Preflop fiel nicht schwer. Kadir sieht die Asse, steht auf, zieht sich die Jacke an, lächelt schulterzuckend und schiebt ordentlich seinen Stuhl an den Tisch, um sich 5 Sekunden später unter lautem Lamentieren und Lachen der anderen Spieler wieder hinzusetzen. Denn auch eine einzelne Sieben kann mit vier anderen Boardkarten zur Straße werden. Aua, Mike, das war übel.

Aber das war nicht nur übel, sondern eigentlich erst der Anfang - in beide Richtungen. Für Kadir war es der Grundstein für den Final Table und seinen zweiten Platz und für Mike die erste Hälfte seines Ausscheidens. Denn völlig auf Tilt spielte nun er König-Neun all-in und verlor - richtig - gegen die Asse, die ihn vom Tisch nahmen. Restlos bedient aber doch schon wieder zu Scherzen aufgelegt bedankte er sich bei allen anderen und sagte fest zu, auch in Zukunft mal wieder an einem Knippi's Poker Turnier teilzunehmen. Klar, und dann machst Du sie alle nass, Mike.

Die Ehre der Damenwelt wurde durch Barbara Earp am Final Table aufrecht gehalten, allerdings nur wenige Sekunden, denn kaum stand der letzte Tisch fest, waren ihre Chips schon erst in die Mitte und dann verloren gegangen. Dass Achim Markwitz auf der einen und Allessandro "Sunny" Buttice auf der anderen Seite es beide nicht in die großen Sachpreise geschafft haben, war nur die Fortsetzung der letzten Wochen. Irgendwann wird es klappen, denn beide spielen ein vorzügliches Poker. Den Finaltisch komplettierten nach gutem ruhigen Spiel Sebastian Schaefer, Thomas Heisterkamp und Mirko Peuten.

Sachpreis-Bubble-Boy wurde Reiner Eltze, der seinen undankbaren vierten Platz leicht nahm und sich über die freie Finalteilnahme in der nächsten Woche freute. Er weiß auch wie es ist, wenn man ganz oben auf dem Treppchen steht. Da stand heute einer, der sich durch "sein" Spiel, der tighten und konsequenten, Harrington-konformen Pokerstrategie den verdienten Sieg sicherte: André Krause. Herzlichen Glückwunsch!

Das Heads-Up dauerte eine ganze Weile, ständig wurden die Chips von der einen zur anderen Seite geschoben. Die Paarung hätte gar nicht gegensätzlcher sein können, einmal der tighte besonnene André Krause und auf der Gegenseite der impulsive Spielcharakter des Kadir Güngör, der überhaupt erst durch dieses Spiel so weit gekommen war.

Am Ende hatte André das glücklichere Händchen und gewann den ersten Preis. Kadir war aber auch sichtlich zufrieden mit seinem zweiten Preis. Das Trio vervollständigte ebenfalls ein recht aggressiv spielender Christian Gerber, der mit der notwendigen Portion Leichtigkeit aufs Treppchen kam.

Wie schon in den letzten Wochen wieder einmal ein Turnier, das mit dem letzten Tröten der Pokersoftware schon Lust auf die nächste Woche macht.

Seat Open

 

 

 

Familienduell

oder

Die nackte Wahrheit

Das Turnier am 01.04.2010 war in allen Belangen etwas Besonderes. Wegen des nachfolgenden Karfreitags haben viele Pokerfreunde den Weg in Knippi's Bowling Palace gefunden und das angekündigte "Mega-Deepstack" Turnier mitgespielt. Ziel an diesem Tag war es, Poker endlich mal wieder so spielen zu können wie es alle lieben: Langsam und ohne Zeitdruck. So kam der Modus mit außerordentlich moderaten Blinderhöhungen und einer Blindzeit von angenehmen 20 Minuten den Spielern genauso entgegen wie die Stacktiefe von 30.000 Chips zu Beginn.

Mit etwas Verspätung begann das Turnier dann auch gegen 21:00 Uhr und es sollte länger als eine halbe Stunde dauern, bis Christel Eichholz wie sie selbst sagte die Nerven verlor und ein unnötiges All-In mit einer marginalen Hand spielte, weil sie ihrem Gegenüber einfach nicht geglaubt hatte. So wurde sie der erste "Seat Open" des Abends und sollte mit langer Wartezeit auf Ihren Mann bestraft werden, der es nämlich am Ende zu einem sehr guten dritten Platz brachte - Glückwunsch Dieter.

Aber nicht nur Christel Eichholz, sondern auch Michael Lipp verlor die Nerven und musste sichtlich genervt ob einiger Kommentare zu seiner extravaganten Spielweise das Turnier früh verlassen - mach Dir nichts draus, Michael, jeder spielt wie er spielt.

Aber auch die hoch eingeschätzten Spieler vermochten nicht alle die hohen Erwartungen zu erfüllen. So schieden Carlo Sibione, Susi Müller, Alexander Stark, Thomas Heisterkamp, Dieter Karsjens, Herbert Gongoll und Wolfgang Plass schon früh aus.

Auch Reiner Eltze und Achim Markwitz, die sonst eigentlich immer ein heißer Tip für den Final Table sind, mussten sich früh verabschieden - allerdings nur aus dem Turnier, nicht aus dem Zuschauerraum. Beide waren genauso wie Marcel Bartke, der etwas unglücklich 15. wurde, noch lange da und trugen zu der ausgezeichneten Stimmung bei. Denn gerade Achim und der "Bubble-Boy" Heinz Scheda, der leider aber doch sichtlich zufrieden über den schönen Abend 11. wurde, hatten noch eine Privatwette aus der Kategorie "Strip Poker - Jugendfrei" abgeschlossen. "Wenn ich in die Top 20 komme, spiel ich oben ohne!" rief er und erntete Kopfschütteln seiner Frau Susi Müller, die leider schon ausgeschieden war. Wer Heinz kennt, weiß, dass er zu seinem Wort steht - auch wenn es ursprünglich nur ein Spaß war. Er wurde wie schon erwähnt 11. und hier sind die Beweise...

Außer bei Susi und Heinz hatten aber die Frauen in den einzelnen Familienduellen die Nasen vorn. So schieden Patricia Kölling und Mario Schön zwar wieder einmal im Gleichschritt aus, Patricia aber wieder einen Platz besser. Tja Mario, da solltest Du Dich von Deiner Freundin noch ein bisschen coachen lassen.

Sebastian van der Weydt musste auch eine ganze Zeit auf seine Freundin Anna-Lena Fudala warten, denn auch sie zeigte ein weiteres Mal, dass die Frauen der selbsternannten Pokerprofis doch immer mal wieder gern unterschätzt werden. Aber Anna-Lena hat diesmal auch wieder sehr solide gespielt und nur knapp den Final Table verpasst. Schade, wir hätten es Dir alle gegönnt!

Das größte Familienduell allerdings sollte erst im Heads-Up des gesamten Turniers entschieden werden. Dass auch hier wieder die Dame die Oberhand hat, kann irgendwie kein Zufall mehr sein, oder doch? Aber der Reihe nach:

Gut fünf Stunden nach dem ersten "Shuffle up and deal", als die Blinds noch bei 25/50 lagen, stand der Final Table fest. Endlich schien auch für Dauervavorit "Sunny" Buttice das Turnier "rund" zu laufen - der wirklich gute Spieler saß endlich mal wieder am Finaltisch. Dort spielte er dann ein absolut korrektes All-In mit Top Pair und gutem Kicker und wurde unverständlicherweise von einem deutlich unterlegenen Blatt gecallt. Eigentlich wollte er genau das, denn die Wahrscheinlichkeiten gegen einen "Inside Straight Draw" zusammen mit einem "Medium Pair" waren deutlich auf seiner Seite. Aber der River hat seine Hoffnungen auf die Preise wieder ins Tal gespült, denn die fehlende Karte zur Straße seines Gegners wurde aufgedeckt und seine kompletten Chips wurden zu seinem Gegner geschoben. Beim nächsten Mal, Sunny!

Frank Glückstein war heute auch wieder gut in Form und zeigte uns allen, welche "die einzige Borussia" ist. Er spielte auch erstklassig wie sein Lieblingsverein in der Top Liga, stieg nicht ab und konnte aber andereseits ebenso keinen Blumentopf gewinnen. Vielleicht zeigt Heinz' "andere Borussia" auf dem Rasen, wie es besser geht.

Die beiden sympathischen Freunde Cem Gürsoy und Kadir Güngör haben beide ein hervorragendes Turnier gespielt, sind aber beide leider unmittelbar vor den Sachpreisen unglücklich ausgeschieden. Respekt für die Leistung und die Einstellung zum Spiel. Beide nahmen ihr Ausscheiden sportlich, wünschten den verbliebenen drei Spielern viel Glück und freuten sich über den schönen Abend und ihre guten Leistungen. Euch zwei ist es auch zu gönnen, mal ganz oben auf dem Treppchen zu stehen!

Der Blick von ganz oben auf die übrigen Teilnehmer allerdings wurde familienintern im Hause Winkel ausgespielt. Das Heads-Up des Deepstacks spielten Regina und Rolf Winkel unter sich. Nach nur zwei Händen war das Heads-Up und so auch das Turnier nach mehr als sechs Stunden beendet. Regina gewann dank des besseren Kickers gegen Rolf und durfte zum zweiten Mal den ersten Preis in Empfang nehmen. Rolf beendete auch schon zum zweiten Mal ein Turnier als Zweiter. Vielleicht haben die beiden heimlich zuhause geübt? Herzlichen Glückwunsch!

So endete ein wirklich schöner Abend mit verdienten Siegern, sportlichen Finaltisch-Teilnehmern, verrückten aber eingelösten Wetten und rundum zufriedenen Pokerfans, die endlich einmal wieder ein gemütliches Turnier spielen konnten, ohne ständig auf die Blinduhr schauen zu müssen. Für uns ist klar - sobald wir wieder vor einem Feiertag spielen, werden wir einen solchen Modus sofort wieder spielen, denn auch uns hat es großen Spaß gemacht! Danke an alle Teilnehmer!

Seat open

 

 

 

Es läuft heute nicht so - oder doch?

Ein schönes Turnier in angenehm ruhigem Spielstil - so kann man das Turnier vom 25.03.2010 in Knippi's Bowling Palace betiteln. Fast zwei Blindstufen à 15 Minuten hat es gedauert, bis das erste "Seat Open" durch das Mikro schallte. Dass es dabei ausgerechnet die Siegerin vom 11.03.2010 erwischt hat, war schon überraschend, da Regina Winkel in den letzten Turnieren eher tight spielte. Aber wenn die Chips in die Mitte müssen, dann müssen sie eben in die Mitte - und wenn sie weg sind, sind sie weg. Diese philosophische Weisheit musste ihr wohl durch den Kopf gegangen sein, als sie schulterzuckend aufstand und sich vom Tisch und aus dem Turnier verabschiedete. Ihr Ausscheiden war jetzt aber die große Chance für ihren Mann Rolf, der sich durch einen Sieg die kleinen Familiensticheleien ersparen hätte können - hätte hätte - er wird sie weiter ertragen müssen, denn Rolf Winkel war der Turniersieg nicht vergönnt, auch wenn es knapp war und er einen hervorragenden zweiten Platz für sich verbuchen konnte.

Dauerfavorit "Sunny" Buttice spielte wieder, so wie in den letzten Wochen auch, völlig korrekt und intelligent, musste sich aber auch diesmal früh aus dem Turnier verabschieden. Selbes galt auch für Heinz Scheda, der genauso wie Kadir Güngör nur Seuchenblätter aufnahm. Nächste Woche sieht das sicher anders aus, das wage ich einmal zu prognostizieren.

Olaf Reich und André Krause waren zusammen ins Bowling Palace gekommen und mussten auch schon früh die Heimreise antreten. Ein zweifelhafter Call nach Olafs All-In ärgerte ihn besonders, als er nach dieser Hand aufstehen musste. Aber, und so sagte er selbst später, so ist eben Poker. Die zweite Weisheit sollte aber dann auch genug der Philosophie an diesem Abend sein.

"Weltmeister Michael" aus der letzten Woche spielte diesmal wesentlich ruhiger und disziplinierter, konnte aber nicht an den Erfolg aus der letzten Woche anknüpfen. Diesmal Bademeister, Herr Lipp.

Patricia Kölling wollte erst gar nicht mitspielen, tat es aber dann doch und schnitt trotz fehlender guter Hände als respektable Elfte ab. Den "familieninternen" Vergleich mit Mario Schön verlor sie alledings knapp, er wurde Achter. Vielleicht ärgerte sie sich aus diesem Grund auch sehr über einen kleinen Fehler, den sie gemacht hatte.

 Für Dieter Karsjens reichte es diesmal trotz großer Unterstützung seiner Familie in den Zuschauern leider nur für den neunten Platz. Da war mehr drin, Dieter! Übrigens genauso wie für Frank Henscheid, der zwischenzeitlich doch so gut im Rennen lag, sich dann aber doch als Siebter geschlagen geben musste, schade.

Die Familie Sibione und auch Sandro Cicu, die wegen ihres großen Pokerkönnens immer zu den Favoriten gehören, hatten diesmal nicht das nötige Quentchen Glück, so schied z.B. Carlo mal wieder mit einem hohen Pocket aus dem Turnier aus.

Achim Markwitz zeigte mal wieder, dass er das Spiel beherrscht, doch leider war für ihn auch wieder kurz vor den Preisen das Turnier zuende. Besser als in den letzten Wochen machte es Marcel Bartke, er spielte solide und holte sich verdient den dritten Preis.

Der Vorsitzende der "Elektronik Dart Liga Oberhausen e.V." (EDLO e.V.) holte sich den Turniersieg, obwohl er vor dem Turnier gar nicht mitspielen wollte. "Es läuft heute nicht, ich fahre nach Hause." sagte er kurz bevor sein Dartfreund Thomas Heisterkamp ihn überredete. Beängstigend ist die Vorstellung was passiert, wenn es bei ihm "läuft". Herzlichen Glückwunsch den Gewinnern.

Bis nächste Woche, am Gründonnerstag. Da könnte es ein "Monster"-Deepstack geben - mehr Chips, längere Blindzeiten. Bis zur nächsten Woche.

Seat open.

 

 
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