Wochenturnier vom 01.04.2010
Familienduell
oder
Die nackte Wahrheit
Das Turnier am 01.04.2010 war in allen Belangen etwas Besonderes. Wegen des nachfolgenden Karfreitags haben viele Pokerfreunde den Weg in Knippi's Bowling Palace gefunden und das angekündigte "Mega-Deepstack" Turnier mitgespielt. Ziel an diesem Tag war es, Poker endlich mal wieder so spielen zu können wie es alle lieben: Langsam und ohne Zeitdruck. So kam der Modus mit außerordentlich moderaten Blinderhöhungen und einer Blindzeit von angenehmen 20 Minuten den Spielern genauso entgegen wie die Stacktiefe von 30.000 Chips zu Beginn.
Mit etwas Verspätung begann das Turnier dann auch gegen 21:00 Uhr und es sollte länger als eine halbe Stunde dauern, bis Christel Eichholz wie sie selbst sagte die Nerven verlor und ein unnötiges All-In mit einer marginalen Hand spielte, weil sie ihrem Gegenüber einfach nicht geglaubt hatte. So wurde sie der erste "Seat Open" des Abends und sollte mit langer Wartezeit auf Ihren Mann bestraft werden, der es nämlich am Ende zu einem sehr guten dritten Platz brachte - Glückwunsch Dieter.
Aber nicht nur Christel Eichholz, sondern auch Michael Lipp verlor die Nerven und musste sichtlich genervt ob einiger Kommentare zu seiner extravaganten Spielweise das Turnier früh verlassen - mach Dir nichts draus, Michael, jeder spielt wie er spielt.
Aber auch die hoch eingeschätzten Spieler vermochten nicht alle die hohen Erwartungen zu erfüllen. So schieden Carlo Sibione, Susi Müller, Alexander Stark, Thomas Heisterkamp, Dieter Karsjens, Herbert Gongoll und Wolfgang Plass schon früh aus.
Auch Reiner Eltze und Achim Markwitz, die sonst eigentlich immer ein heißer Tip für den Final Table sind, mussten sich früh verabschieden - allerdings nur aus dem Turnier, nicht aus dem Zuschauerraum. Beide waren genauso wie Marcel Bartke, der etwas unglücklich 15. wurde, noch lange da und trugen zu der ausgezeichneten Stimmung bei. Denn gerade Achim und der "Bubble-Boy" Heinz Scheda, der leider aber doch sichtlich zufrieden über den schönen Abend 11. wurde, hatten noch eine Privatwette aus der Kategorie "Strip Poker - Jugendfrei" abgeschlossen. "Wenn ich in die Top 20 komme, spiel ich oben ohne!" rief er und erntete Kopfschütteln seiner Frau Susi Müller, die leider schon ausgeschieden war. Wer Heinz kennt, weiß, dass er zu seinem Wort steht - auch wenn es ursprünglich nur ein Spaß war. Er wurde wie schon erwähnt 11. und hier sind die Beweise...
Außer bei Susi und Heinz hatten aber die Frauen in den einzelnen Familienduellen die Nasen vorn. So schieden Patricia Kölling und Mario Schön zwar wieder einmal im Gleichschritt aus, Patricia aber wieder einen Platz besser. Tja Mario, da solltest Du Dich von Deiner Freundin noch ein bisschen coachen lassen.
Sebastian van der Weydt musste auch eine ganze Zeit auf seine Freundin Anna-Lena Fudala warten, denn auch sie zeigte ein weiteres Mal, dass die Frauen der selbsternannten Pokerprofis doch immer mal wieder gern unterschätzt werden. Aber Anna-Lena hat diesmal auch wieder sehr solide gespielt und nur knapp den Final Table verpasst. Schade, wir hätten es Dir alle gegönnt!
Das größte Familienduell allerdings sollte erst im Heads-Up des gesamten Turniers entschieden werden. Dass auch hier wieder die Dame die Oberhand hat, kann irgendwie kein Zufall mehr sein, oder doch? Aber der Reihe nach:
Gut fünf Stunden nach dem ersten "Shuffle up and deal", als die Blinds noch bei 25/50 lagen, stand der Final Table fest. Endlich schien auch für Dauervavorit "Sunny" Buttice das Turnier "rund" zu laufen - der wirklich gute Spieler saß endlich mal wieder am Finaltisch. Dort spielte er dann ein absolut korrektes All-In mit Top Pair und gutem Kicker und wurde unverständlicherweise von einem deutlich unterlegenen Blatt gecallt. Eigentlich wollte er genau das, denn die Wahrscheinlichkeiten gegen einen "Inside Straight Draw" zusammen mit einem "Medium Pair" waren deutlich auf seiner Seite. Aber der River hat seine Hoffnungen auf die Preise wieder ins Tal gespült, denn die fehlende Karte zur Straße seines Gegners wurde aufgedeckt und seine kompletten Chips wurden zu seinem Gegner geschoben. Beim nächsten Mal, Sunny!
Frank Glückstein war heute auch wieder gut in Form und zeigte uns allen, welche "die einzige Borussia" ist. Er spielte auch erstklassig wie sein Lieblingsverein in der Top Liga, stieg nicht ab und konnte aber andereseits ebenso keinen Blumentopf gewinnen. Vielleicht zeigt Heinz' "andere Borussia" auf dem Rasen, wie es besser geht.
Die beiden sympathischen Freunde Cem Gürsoy und Kadir Güngör haben beide ein hervorragendes Turnier gespielt, sind aber beide leider unmittelbar vor den Sachpreisen unglücklich ausgeschieden. Respekt für die Leistung und die Einstellung zum Spiel. Beide nahmen ihr Ausscheiden sportlich, wünschten den verbliebenen drei Spielern viel Glück und freuten sich über den schönen Abend und ihre guten Leistungen. Euch zwei ist es auch zu gönnen, mal ganz oben auf dem Treppchen zu stehen!
Der Blick von ganz oben auf die übrigen Teilnehmer allerdings wurde familienintern im Hause Winkel ausgespielt. Das Heads-Up des Deepstacks spielten Regina und Rolf Winkel unter sich. Nach nur zwei Händen war das Heads-Up und so auch das Turnier nach mehr als sechs Stunden beendet. Regina gewann dank des besseren Kickers gegen Rolf und durfte zum zweiten Mal den ersten Preis in Empfang nehmen. Rolf beendete auch schon zum zweiten Mal ein Turnier als Zweiter. Vielleicht haben die beiden heimlich zuhause geübt? Herzlichen Glückwunsch!
So endete ein wirklich schöner Abend mit verdienten Siegern, sportlichen Finaltisch-Teilnehmern, verrückten aber eingelösten Wetten und rundum zufriedenen Pokerfans, die endlich einmal wieder ein gemütliches Turnier spielen konnten, ohne ständig auf die Blinduhr schauen zu müssen. Für uns ist klar - sobald wir wieder vor einem Feiertag spielen, werden wir einen solchen Modus sofort wieder spielen, denn auch uns hat es großen Spaß gemacht! Danke an alle Teilnehmer!
Seat open

Kommentare
arme Susie, ich hab mit Ihr gelitten, sowas macht man auch nicht , pfui Achim und Heinz
war aber schön, und außerdem war es warm im Raum.
gruß Achim
Tolles Turnier, toller Bericht. Heinz und Achim und ihre Adoniskörper,od er wie der hiess..jaja..
Wir sehen uns am Donnerstag...
Gruss
Thomas
Alle Kommentare dieses Beitrages als RSS-Feed.