Wochenturnier vom 06.05.2010
Pokerstars - Feeling
Es ist so ein bisschen wie im Profipoker: Die bekannten alten Spieler kommen weit und auch in die Preise aber abräumen ist Aufgabe eines neuen Gesichts, einem Spieler, den niemand auf seinem Zettel hatte. Aber bevor es soweit ist, wird kamerawirksam erst einmal eingefangen, welche besonderen Hände gespielt wurden. Hätten wir am letzten Donnerstag eine Kameraübertragung gehabt, einige Hände würden bestimmt noch ihren Weg in die Best-Of Sendungen finden: Erfolgreiche Glücksritter, mehrere One-Outer-auf-dem-River-Treffer Schützen und einer, dem hinterher alles egal war, denn er hatte sein neues Notebook, das er sich sonst ein paar Tage später gekauft hätte: S. Enseleit - Glückwunsch!
Dieser Donnerstag war nicht der Tag der aggressiven Glücksritter, so mussten Michael Lipp und Kadir Güngör schon früh aufstehen, nachdem sie vergeblich alle ihre Chips in die Mitte geschoben hatten. Auch "Bowling" Chris Eisenmenger war früh zuhause, schließlich muss er auch früh aufstehen, dann trifft sich das gut ;-)
Die bekannten soliden Spieler wie Susi Müller, "Aggro" Christian Gerber und Marcel "The Bubble" Bartke konnten diese Woche ebenfalls nichts gewinnen, genauso wie Thomas "180" Heisterkamp, Daniel Schurig und Mario Schön. Wolfgang, "das bissige Zebra" Plass spielte wie immer konsequent und kompromisslos, leider aber nicht besonders erfolgreich. Auch erfolgsverwöhnte Spieler wie Reiner Eltze und Nikolas Jahnke konnten beim letzten Turnier nicht glänzen.
In Familienduell Nummer 1 konnte sich diesmal wieder Anna Fudala klar gegen Sebastian von der Weydt durchsetzen, hatte aber viel Pech, nachdem sie sich gerade am Final Table ihren Stack wieder mühsam aufgestockt hatte. Ein richtiges All-In mit guten Karten und trotzdem war dann am 5. Platz das Turnier vorbei. Schade!
Das zweite Familienduell ging knapp An Patrick Angenendt, der seine Freundin Jenny Buchholz nur um einen Platz überflügeln konnte. Leider reichte es bei beiden zwar zum Final Table, nicht aber zu den gesponserten Preisen.
So richtig das müffelig braune Popo Kärtchen hielt Heinz Scheda, der Sieger des dritten Familienduells zum Abschied in die Luft. Zwar hatte er Susi Müller familienintern klar besiegt, musste aber um Haaresbreite vor den Preisen aufstehen. Konsequent wie immer, diesmal aber endlich einmal erfolgreicher, spielte Heinz "sein Ding" und stockte seinen Chipstapel immer wieder etwas auf und erreichte in aussichtsreicher Position den Final Table. Alles sah nach einem Wiedersehen mit Heinz auf dem Treppchen aus, da bekam er mal wieder eine scheinbar gute Hand und war nicht nur bereit, diese zu spielen, sondern auch alle seine Chips auf diese Hand zu setzen. Zu zweit waren sie noch im Spiel und alles sprach für Heinz: Die Wahrscheinlichkeiten zu treffen, die Karten an sich, sogar das Board. Vor dem River gab es noch ein paar Outs auf einen Split Pot, was ärgerlich genug gewesen wäre. Ein einziges Out blieb aber auch noch, um Heinz auf dem River aus dem Turnier zu stoßen und genau das zeigte sich auf dem River. Mr. "Dead on the River" war aus dem Turnier - wie schon so oft mit dem korrekten Spiel, den besseren Karten, der haushohen Führung nach dem Turn und einer einzigen allerletzten Karte, die alles noch zu zerstören vermag. Er ärgerte sich natürlich und war für ein paar Minuten schwer ansprechbar - ich persönlich hätte aus dem Biergarten eine Achterbahn gemacht ;-)
Spätestens aber nach diesem Turnier, wo auch Frank "Es gibt nur eine Borussia" Glückstein und M. Thomas kurz vor Schluss aufstehen mussten, wird der Druck auf das Knippi-Poker-Team groß: Eine Rangliste muss her, damit die wahren guten Jungs auch mal zu Ehren kommen. Denn endlich war es mal wieder so weit: Zwei echte Pokerkönner trafen sich auf dem Treppchen wieder: Sebastian Schaefer und der ständig gut platzierte Achim Markwitz. Gerade vom Letzteren wird sicherlich in den nächsten Wochen noch einiges in Sachen Preisen und Rangliste zu hören sein.
Seat open
